Ölsorten

Rapsöl

Rapsöl wird aus Rapssaaten (brassica compestris) hergestellt. Die im Mai blühenden gelben Rapsfelder sind allen bekannt. In Nordeuropa ist Raps die häufigste Ölsaat. In Deutschland werden jährlich ca. 5 Mio. t geerntet. Raps (Brassica napus L. ssp. oleifera) wird in Europa als Sommer- und Winterraps angebaut. Raps ist die wichtigste Ölpflanze aller gemäßigten Zonen der Erde. Der Ölgehalt der schwarzen Samen schwankt um 40 %.

Sonnenblumenöl

Sonnenblumenöl wird aus den bekannten Sonnenblumenkernen, die 40-60 % Öl enthalten, hergestellt. Es ist ein sehr geschätztes Speiseöl. Haupterzeugungsgebiete sind Südosteuropa, die USA, Argentinien und Frankreich. Die ersten Sonnenblumen (Helianthus annus) wurden 1596 von Nordamerika nach Europa eingeführt. Erst 1830 kam ein russischer Bauer aus dem Dorf Alexierka im Bezirk Woronesch auf den Gedanken, Öl aus Sonnenblumenkernen zu pressen und so entstand eine bedeutende Ölmühlenindustrie.

Distelöl

Distelöl stammt aus den Samenkernen der Färberdistel, auch Safflorpflanze genannt (Carthamus tinctorius L.), die man im Mittelalter zur Gewinnung eines gelbroten Farbstoffs anbaute. Heute wird die Färberdistel fast ausschließlich zur Herstellung von Speiseöl angebaut. Die Frucht ist ein keilförmiger Kern mit einer dicken Fruchtschale und einem Ölgehalt der Frucht mit ca. 30 %. Das Hauptprotein der Samen ist das Carmin. Die Herkunft der Pflanze ist nicht genau bekannt. Heute sind die Haupterzeugerländer Indien, Mexiko und USA (ausschließlich Kalifornien).

Frittieröl

In enger Kooperation mit der Fachhochschule Münster (Fachbereich Oecotrophologie) wurde ein spezielles Frittier- und Bratöl entwickelt. Basierend auf rein pflanzlichen Bestandteilen entspricht dieses Öl aus der BRÖLIO-Familie sowohl den ernährungsphysiologischen Aspekten als auch den speziellen Anforderungen in modernen Frittieranlagen und Fritteusen. Die spezielle Rezeptur, die ein ausgewogenes Fettsäurespektrum bietet und damit den neuesten Empfehlungen der DGE folgt, sorgt nicht nur für eine hohe Hitzestabilität und lange Verwendbarkeit, sondern auch für eine gute Bekömmlichkeit durch die reduzierte Fettaufnahme der Speisen. Der Anteil an Transfettsäuren liegt im Vergleich zu den häufig eingesetzten gehärteten Fetten/Ölen um ein Vielfaches niedriger (unter 1%) und trägt damit ebenfalls zu einer physiologischen Aufwertung bei. Der Geschmack der zubereiteten Frittiergüter wird durch das schonend raffinierte Öl nicht beeinträchtigt. Durch den hohen Rauchpunkt des Öles entstehen keine unangenehmen Gerüche. Das Frittieröl ist stets flüssig, ein lästiges Aufschmelzen vor Gebrauch ist somit nicht notwendig und auch die Entsorgung nach Gebrauch ist wesentlich vereinfacht.

Maiskeimöl

Maiskeimöl wird aus den Keimen der Maispflanze gewonnen. Mais stammt ursprünglich aus der Gegend zwischen Mexiko und Peru. Maiskeimöl oder auch Cornöl wird aus den fettreichen abgetrennten Keimlingen (Zea mays L.) gewonnen. Es ist von hellgelber Farbe und neutralem Geschmack. Aus 100 kg Mais wird ca. 1 Liter Öl gewonnen. Es ist reich an Vitamin E und ungesättigten Fettsäuren.

Pflanzenöl

Beim Pflanzenöl im heutigen Sprachgebrauch handelt es sich zumeist um Rapsöl (s. oben). Noch vor ein paar Jahren wurde unter diesem Namen Sojaöl vermarktet, welches aus der Sojabohne (Glycine max (L.)) gewonnen wird. Die Sojasaat hat nur einen Ölgehalt von 17-18%, aber das bei der Ölgewinnung anfallende Schrot hat einen sehr hohen Eiweißgehalt und eignet sich deshalb besonders als Kraftfutter. Fast der gesamte Weltbedarf wird von den USA und zunehmend von Brasilien gedeckt. Aufgrund der GMO-Problematik (Gentechnisch modifizierte Organismen) spielt dieses Öl in Deutschland so gut wie keine Rolle mehr. Da es auch zunehmend für die Produktion biogener Brennstoffe genutzt wird ist der Preisabstand zum Rapsöl deutlich geringer geworden bzw. es ist fast preisgleich.

Spezialitäten

Siedegebäcköl ist die innovative Entwicklung aus dem Hause Brökelmann und ist ein eigens auf die modernen Backanlagen zugeschnittenes Öl. Durch die Rezeptur ist das BRÖLIO Siedegebäcköl besonders hitzestabil, wobei der optimale Temperaturbereich zwischen 165 °C und 175 °C liegt.

BRÖLIO Mediterrano zeichnet sich durch folgende ernährungsphysiologische und -präventive Charakteristika aus: Wie die beiden Einzelöle enthält die Mischung nur wenig gesättigte Fettsäuren, ist außerordentlich reich an einfach ungesättigten Fettsäuren, weist einen moderaten, aber bedarfsdeckenden Gehalt an Omega-6-Polyensäuren auf und ist reich an Vitamin E.

BRÖLIO Walnussöl wird aus den Nüssen des Walnussbaumes (Juglans regia L.) gewonnen. Die Größe der Nüsse ist sehr verschieden und der Ölgehalt der Walnusssamen liegt zwischen 50-65 %. Vor dem Pressen müssen die Nüsse etwa 2 bis 3 Monate gelagert werden. Größere Bestände findet man in den USA, in China, der Türkei, in Rußland und in Italien. Ein fünfzig Jahre alter Baum kann bis zu 50 kg Nüsse tragen.